In der Reiterei dreht sich doch alles um den Kopf des Pferdes. Zumindest beobachte ich dies sehr häufig, wenn ich unterwegs bin. In Reitsportgeschäften türmen sich die Utensilien, die hilfreich sein sollen, um den Kopf des Pferdes in eine bestimmte Position zu bringen. Kopf tief = Rücken hoch? Das ist das simple Kochrezept, das einigen Reitern vorschwebt, wenn sie ihr Pferd gymnastizieren wollen. 

Wer sich zuest mit dem Kopf des Pferdes befasst, zäumt das Pferd ausbilderisch jedoch von hinten auf. Schließlich heißt es ja immer wieder, das Pferd soll von hinten nach vorne an die Hand des Reiters heran geritten werden. Trotzdem ist der Fokus auf Genick und Nachgiebigkeit nicht grundsätzlich falsch. In der Bodenarbeit nehmen wir vor dem Pferd Aufstellung. Wir lernen mit unserer Hand über den Kappzaum in die Wirbelsäule des Pferdes hinein zu spüren. Wir bringen dem Pferd bei, unsere Hand als Mitteilung zu verstehen und über diese mit uns zu kommunizieren. Im folgenden Video zeige ich, wie die Arbeit mit der Dehnungshaltung im Stand bei vier verschiedenen Pferden aussieht – und was mit unserem Körper passiert, wenn wir uns den Rückenschwung nehmen: