Wir möchten unser Pferd so ausbilden, dass es uns unbeschadet und kraftvoll tragen kann. Die Arbeit an der Tragkraft bezieht sich allerdigns auch immer auf die Ausbildung der Fähigkeit, sich selbst tragen zu können. Das Reitergewicht ist quasi das Tüpfelchen auf dem I. In ihrer Freizeit bewgen sich Pferde mit der Nase auf dem Boden fort – wir gehen nun von optimalen Haltungsbedingungen aus, wobei die Pferde mindestens 12 Stunden am Tag draußen verbringen können und ausreichend Futter und Bewegung vorfinden. Das Pferd sucht also am  Boden nach Futter und stützt seine Masse vorwiegend auf der Vorhand ab. Die Hinterhand folgt relativ „unbeteiligt“. 


Wenn wir auf dem Pferd reiten wollen, dann ist das Endziel genau umgekehrt: Wir hätten gerne ein Pferd, das seinen Brustkorb aus der Hinterhand heraus gut tragen kann, den Rücken aufwölbt und seine Bauchmuskulatur fleissig benutzt. Die Hinterhand besteht freilich aus zwei Hinterbeinen, arbeiten wir in der Reitbahn, dann definieren wir ein inneres und ein äußeres Hinterbein. Mit dem inneren Hinterbein fängt alles an. Im folgenden Video zeige ich, wie vier meiner Pferde ihre Hinterhand benutzen, wie wir ein simples Untertreten des inneren Hinterbeins erarbeiten und welche physischen Themen meine Pferde mitbringen: